Erfolgreicher Start in die Straßensaison

-LG-Ausdauer-Asse bei den Deutschen 10-km-Straßenlaufmeisterschaften-

Zum Start in die Straßenlaufsaison ging es für ein durch Krankheitsausfälle leicht dezimiertes Langstreckenteam der Leichtathletik Gemeinschaft (LG) Passau, das von Felix Wagner betreut wurde, ins 600 km entfernte Saarbrücken zu den Deutschen 10-km-Straßenlauf-Meisterschaften, wo knapp 600 Teilnehmer am Start waren.
Der örtliche Ausrichter, die LSG Saarbrücken-Sulzbachtal, sorgte mit perfekten Rahmenbedingungen für einen reibungslosen Ablauf und konnte mit einem viermal zu durchlaufenden bestzeitenfähigen Innenstadt Rundkurs, mit Start und Ziel an der 1775 eingeweihten Ludwigskirche, einer der bedeutendsten barocken evangelischen Kirchbauten Deutschlands, aufwarten.

Das LG-Team mit (v.li.) Eva Schultz, Anna Drexler, Stephan Fruhmann,
Sascha Jäger (ganz hinten), Markus Siegerstetter, Felix Wagner und Jana Vogel

Bei leicht windigen Verhältnissen und angenehmen 15 Grad wurden die Herren um 10.30 Uhr in ihr Meisterschaftsrennen geschickt. Hinter dem 20jährigen Überraschungssieger Tom Förster (LG Vogtland) und den Medaillengewinnern Nils Voigt (TV Wattenscheid 01) und Samuel Fitwi Sibhatu (LG Vulkaneifel) zeigten die Athleten der LG Passau einen gelungen Saisonstart.
Stephan Fruhmann lief ein sehr gleichmäßiges Rennen und belegte mit seiner Endzeit von 32:52 Minuten einen tollen 6. Platz in seiner Altersklasse (AK) M40.
Stephan Deckwerth zeigte sich nach seiner 10-km-Premiere sehr zufrieden und durfte sich mit 34:55 Minuten gleich über eine Zeit unter der 35-Minuten-Grenze freuen. Für Markus Siegerstetter blieben die Uhren nach guten 35:47 Minuten stehen.

Exakt eine Stunde später startet das Rennen der Damen, wo es am Ende nach einem spannen-den Kampf mit Eva Dieterich (Laufteam Kassel) und Sara Benfares (LC Rehlingen) zwei Siegerinnen gab.
Die niederbayerische 5000-m-Meisterin Eva Schultz zeigte sich zufrieden mit ihrem Lauf, in dem sie eine beherzte erste Hälfte absolviert hatte, dann allerdings aufgrund noch fehlender Wettkampfkilometer „etwas Federn lassen“ musste und nach guten 36:26 Minuten auf Platz 38 ins Ziel gekommen war.
Überglücklich strahlte Jana Vogel im Ziel. Nach einer nicht ganz optimalen Vorbereitung im Sommer strafte sie ihren eigenen Zweifel Lügen und lief Dank einer starken zweiten Rennhälfte mit neuer persönlicher Bestleistung von 38:11 Minuten über die Ziellinie.

Anna Drexler, die jüngste im Bunde und mehrfache bayerische Meisterin in diesem Jahr, er-wischte leider einen eher durchwachsenen Tag, kämpfte sich aber trotz größerer Probleme ins Ziel und erreichte eine immer noch passable Zeit von 38:45 Minuten.

Im letzten Rennen des Tages wurden die Senioren und Seniorinnen auf die Strecke geschickt. Nach längerer Verletzungsphase zeigte Sascha Jäger eine gute Leistung und kämpfte sich mit 37:37 Minuten in die Top 10 seiner Altersklasse M 50.

Für das Langstreckenteam war es laut Trainer Mario Bernhardt ein gelungener Einstieg und eine gute Vorbereitung für die anstehenden Deutsche Halbmarathon-Meisterschaften in Ulm.

LG Passau mit Kampfrichterteam bei den Deutschen Meisterschaften in Erding

Die Passauer Abordnung (v.re.) Centa Hollweck, Inga Koch, Maisha Kijumba, Werner Brysch,
Samuel Schneider, Mirjam Schießl und Siegfried Kapfer.

Auf Anforderung des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes war ein Kampfrichter-Team der Leichtathletik Gemeinschaft (LG) Passau am letzten Wochenende bei den Deutschen Leichtathletik-Senioren-Meisterschaften im Erdinger „Sepp-Brenninger-Stadion“ im Einsatz. Bei fast schon „winterlichen“ Temperaturen und zum Teil strömendem Regen zeichneten die LG´ler unter der Leitung von Siegfried Kapfer und Centa Hollweck am Samstag und Sonntag für das Kugelstoßen nahezu aller Altersklassen verantwortlich!

Alex Sellner gewinnt „6. Südthüringentrail“!

-LG-Ultratrail-Ass läuft zudem neuen Streckenrekord-

Mit einer absoluten Topleistung erkämpfte sich Alex Sellner von der Leichtathletik Gemeinschaft (LG) Passau den Sieg bei der 6. Ausgabe des „Südthüringentrail“, der in der 34.800-Einwohner-Stadt Suhl im fränkischen geprägten Süden des Freistaats Thüringen, einer ehemaligen Bergbaustadt und jetzt Deutschlands naturreichster Stadt, ausgetragen wurde. Knapp 600 Teilnehmer aus dem In- und Ausland hatten zu diesem schönsten Trail-Event Deutschlands gemeldet, wo auch schon Deutsche Meisterschaften ausgetragen wurden und bei dem drei Strecken, jeweils mit Start und Ziel im Gewerbepark SIMSON mitten in Suhl, zur Auswahl standen.

Pressefoto: Gerhard Koenig

Alex Sellner, heuer u.a. in Veitshöchheim Bayerischer Ultratrailmeister geworden, hatte sich für den sog. Riesentrail entschieden, bei dem 47,5 km mit 1950 Höhenmetern zu absolvieren waren und als Highlight Thüringens steilster Skihang mit einem Kilometer Länge, 176 Höhenmetern downhill vom Salzberg gelaufen wurde.

Der Passauer Ultratrail-Freak, der Suhl auch als Vorbereitung für den „Arberland Ultratrail“ am 1. Oktober nutzte, übernahm gleich nach dem Start die Führung, hielt permanent das Tempo hoch und konnte seine Führung sogar noch ausbauen. 
Mit neuem Streckenrekord von 4:04:52,2 Stunden holte er sich letztlich den Gesamtsieg vor Ronny Dorausch-Seyfarth (X-Runners Jena e.V.) und Michael Dünkel (Asics Frontrunner).
Den alten Streckenrekord hatte Nationalkader-Athlet Marcel Höche (Adidas Terrex Trail Runner), heuer u.a. 22. bei den Trail-Europameisterschaften, 2019 aufgestellt.

Tolle LG-Ergebnisse beim „16. Wernsteiner Zweibrückenlauf“

-Sabrina Prager gewinnt Frauenwertung! – Christina Wimmer holt Silber im Businesslauf –

Mit diversen Medaillen, ausgezeichneten Platzierungen und klasse Ergebnissen glänzten die Ausdauerathleten der Leichtathletik Gemeinschaft (LG) Passau beim diesjährigen Zweibrückenlauf der Union Wernstein, der bei herbstlichen Verhältnissen über die Bühne ging und bei dem über 500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland am Start waren.

Mit einer absolut klasse Vorstellung sicherte sich die Bayerische Marathon-Meisterin Sabrina Prager, die sich aktuell auf die Deutschen Halbmarathon-Titelkämpfe Ende September in Ulm vorbereitet, nach 54:46,1 Minuten den Gesamtsieg bei den Damen über 13,4 km vor den beiden Österreicherinnen Susanne Linecker (Triathlon Mattigtal) und Lena Lechl (CLR Sauwald Cofain 699).
Hinter der Viertplatzierten Nicole Kufner (KPO Runners) lief Kathrin Bründl bei ihrem Lauf-Comeback nach 59:09,9 Minuten als ausgezeichnete Fünfte über die Ziellinie. In der Alters-Klasse (AK) W 35 feierten damit Sabrina Prager und sie einen LG-Doppelsieg. 
Achte in dieser AK wurde Yasmin Niederhofer, für die 1:07:39,9 Stunden gestoppt wurden.

Ein Teil des erfolgreichen LG-Teams mit (v.li.) Gerhard Bauer, Yasmin Niederhofer, Sabrina Prager, Kathrin Bründl, Franz Keifenheim und Christina Wimmer

Schnellster der LG-Teilnehmer auf der 13,4-km-Distanz, wo sich Daniel Götz vom ober-fränkischen SV Bergdorf-Höhn den Gesamtsieg holte, war Jonas Storch, der noch der Männlichen Jugend U 18 angehört und nach 51:15,9 Minuten als 12. des Gesamtklassements und Fünfter der Männer-Hauptklasse ins Ziel kam!
Für die beiden LG-Oldies Franz Keifenheim und Gerhard Bauer blieben die Uhren nach 1:09:30,7 bzw. 1:18:21,5 Stunden stehen, was für sie die Ränge Sieben und Zehn in ihrer AK M 65 bedeutete.

Bei ihrem LG-Debüt erkämpfte sich Christina Wimmer über 5,6 km des „Raiffeisen-Hobby- und Businesslaufes“ nach 24:45,4 Minuten hinter der Passauer Stadträtin und Fraktionsvor-sitzenden der Grünen Stefanie Auer einen tollen zweiten Platz und die Silbermedaille.

Stefan Biersack und Kristina Pilzer „im Einsatz“ für ihre Arbeitgeber

Kristina Pilzer, für ihren Arbeitgeber das Staatliche Bauamt Passau am Start, lief bei ihrem ersten Ausdauer-Wettkampf nach 31:45,9 Minuten als 22. ins Ziel.
Hinter Ali Samadi (CAB Austria GmbH), Werner Trautner (Würth Elektronik BE GmbH) und Hermann Pappernigg (TSV Mattighofen) wurde Stefan Biersack, der für seine Firma EV Group an den Start ging, mit seiner Endzeit von 21:07,2 Minuten ausgezeichneter Vierter in der Einzelwertung und mit seinem Team kam er auf Platz Zwei.

Florian Kapfer, der für die KPO Runners antrat, lief mit seiner Endzeit von 22:18,6 Minuten auf Gesamtplatz 10 und konnte sich mit seiner Mannschaft auf Rang Sechs platzieren!

Anna Drexler gewinnt Deggendorfer „Nightrun“!

-Jana Vogel holt Bronze!-

Gold und Bronze erkämpften sich Anna Drexler und Jana Vogel von der Leichtathletik Gemeinschaft (LG) Passau bei der Premiere des „Deggendorfer Nightrun“, einem nächtlichen Stadtlauf, der am Freitag unter dem Motto „Nightrun & Beats“ mit gleichzeitigem Open-Air und diversen Event-Features in Deggendorf über die Bühne ging und bei dem über 700 Teil-nehmer am Start waren.

Gold und Bronze beim „Deggendorfer Nightrun“ für das LG-Duo Anna Drexler (li)
und Jana Vogel

Bei absolut toller Stimmung hatten die Läuferinnen und Läufer ab 20.00 Uhr einen Kurs durch die Innenstadt und den B-11-Tunnel mit Start und Ziel am Oberen Stadtplatz zweimal zu bewältigen.
Vom Start weg sortierte sich die mehrfache Bayerische Meisterin Anna Drexler gleich relativ weit vorne in einer Herrengruppe ein. Ging dort das Tempo mit, versuchte in der zweiten Runde ihrerseits das Tempo zu verschärfen und holte sich nach 17:24,01 Minuten den Sieg vor Tina Fischl (Sport Pauli Team) und ihrer Vereinskameradin Jana Vogel, die sich nach einem beherzten Rennen in 18:01,87 Minuten Platz Drei und die Bronzemedaille erkämpfte.

Das erfolgreiche LG-Duo zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen, insbesondere auch
im Hinblick auf die Deutschen 10-km-Straßenlaufmeisterschaften in Saarbrücken, wo sie am
nächsten Sonntag zusammen mit den weiteren LG`lern Eva Schultz und Stephan Fruhmann 
an den Start gehen.

LG-Halbmarathon-Trio holt Bronze mit der Mannschaft!

(KS.) Mit zweimal Bronze kehrten Mario Bernhardt, Stephan Deckwerth, Jonathan Schubert und Sascha Jäger von der Leichtathletik Gemeinschaft (LG) Passau von den diesjährigen Bayerischen Halbmarathon-Meisterschaften zurück, die im Rahmen des „21. Fränkische Schweiz-Marathon“ in der oberfränkischen Kleinstadt Ebermannstadt im Landkreis Forch-heim ausgetragen wurden.

Bei optimalem Herbstwetter lieferte das Quartett auf der welligen Zweipunkt-Wendestrecke auf der für den Verkehr gesperrten Bundesstraße 470 mit Start und Ziel in Ebermannstadt ein absolut couragiertes Rennen ab.
Mario Bernhardt, dessen Form wieder nach oben zeigt, lief nach 1:17:24 Stunden als schnellster LG-ler über die Ziellinie und belegte bei den Bayerischen Meisterschaften, die Andreas Hecht von der DJK Weiden gewann, im Gesamtklassement Rang 12.
Mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:18:27 Stunden kam Stephan Deckwerth als 16. ins Ziel.
Ebenfalls neue persönliche Bestzeit für Jonathan Schubert, für den die Uhren nach 1:22:36 Stunden stehen blieben und der damit 25. wurde.
Hinter Andreas Wolka (Franken Speed Fighter Eckental) und Markus Riedel (Laufverein Region Geiselhöring) eroberte Sascha Jäger nach 1:22.43 Stunden in seiner Altersklasse M 50 die Bronzemedaille.
Hinter den Teams der LG Erlangen und des PTSV Rosenheim, erkämpften sich Mario Bern-hardt, Stephan Deckwerth und Jonathan Schubert in der Mannschaftswertung einen nicht er-warteten dritten Platz und die Bronzemedaille!

Erfolgreiches LG-Halbmarathon-Quartett (v.li.) mit Stephan Deckwerth, Sascha Jäger, Mario Bernhardt und Jonathan Schubert 

Ehepaar Schreindl wieder im Wettkampf-Modus!

Susanne und Tobias Schreindl beim „38. Weberzeile Stadtlauf“ in Ried erfolgreich!

(Susanne und Tobias Schreindl von der Leichtathletik Gemeinschaft (LG) Passau feierten beim
„38. Weberzeile Stadtlauf“ in Ried im Innkreis, der unter dem Motto „Teilnehmen ist wichtiger als siegen“ und beim dem über 600 Teilnehmer aus dem In- und Ausland am Start waren, ein äußerst erfolgreiches Wettkampf-Comeback.

Die ausrichtende LAG-Genböck-Haus-Ried hatte einen neuen Rundkurs mit Start und Ziel jeweils am Rieder Shopping-Center Weberzeile mit Strecken zwischen 160 und 7.200 m austrassiert.

Im „HERVIS-Lauf“ über 4.300 m bzw. drei Runden, musste sich Susanne Schreindl, zuletzt u.a. Bayerische Marathonmeisterin 2018 und 2019, Vierte der Deutschen Halbmarathon-Titel-kämpfe, bei den Damen nach 16:53,2 Minuten nur der Österreicherin Julia Ecker (LAC Amateure Steyr) beugen. Platz Drei ging an Ingrid Materna (SVG Ruhstorf).

Im „Weberzeile-Lauf“, bei dem sieben Runden bzw. 7.200 m zu bewältigen waren, holte sich Ehemann Tobias, vielfacher Bayerische Meister, deutscher Marathonmeister 2014 und zuletzt Sechster der Deutschen Crossmeisterschaften 2020, nach 22:51,7 Minuten den Sieg vor den beiden Oberösterreichern Marcus Reischauer und Christoph Mühringer (beide CLR Sauwald Cofain 699).

(fa) Unter diesem Titel berichtete das Bayerische Fernsehen in der Abendschau Süd am 26. August 2022. Es war fast auf die Stunde genau, als vor 50 Jahren Günter Zahn das Olympische Feuer in München entzündete.

Den Einstieg in die Sendung bildete das Trainingsgelände der LG Passau auf der Schulsportanlage Oberhaus, wo Günter Zahn immer noch in seinem Element ist.

Mit dabei die Original-Fackel beim Gespräch mit Moderator Martin Gruber.

Der elegante Laufstil, Grundlage seiner damaligen Berufung,  war auch wieder Gegenstand der Berichterstattung und wurde von 

Tobias Schreindl und Ulrike Maisch, Ehefrau von Richard Friedrich ( +), in die heutige Zeit transportiert.

Auf den Treppen der Veste Oberhaus wurde der Parallelauf im Olympiastadion demonstriert und die heutige Fitness von Günter Zahn auch bildtechnisch dokumentiert.

Sportarzt Dr. Gerhard Strohmeier berichtet über seine Eindrücke von der Eröffnungszeremonie, die er am Fernseher verfolgt hat.

Der Beitrag ist in der Mediathek (hier) des Bayerischen Fernsehens aufrufbar. 

(fa) Das Bayerische Fernsehen weilte zu Aufnahmen bei der LG Passau. Im Zusammenhang mit der 50jährigen Wiederkehr der Olympischen Spiele in München waren unser Mittel- und Langstrecken-Trainer Günter Zahn und Sportarzt Dr. Gerhard Strohmeier Gesprächspartner

Die Sendung erfolgt voraussichtlich am 26. August 2022 ab 17:30 Uhr in der Abendschau.

Kampfrichter

(KS.) Bereits im Nachgang zu den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften im August 2020 in Vaterstetten hatte der LG-Vorsitzende und Bezirkskampfrichterwart Siegfried Kapfer in Absprache mit dem Bayerischen Kampfrichterwart Alois Büchler ein komplettes Wurf- und Stoß-Kampfgericht der LG Passau für die Leichtathletik Europameisterschaften in München gemeldet.

Anders als bei den Europameisterschaften 2002, wo die LG Passau schon einmal mit einem Kampfgericht im Einsatz war, wurden die gesuchten Kampfrichter/innen diesmal in einem Online-Casting ermittelt und in entsprechende Teams eingeteilt, die bei diversen deutschen Meisterschaften (u.a. DM 2021 Braunschweig und DM 2022 in Berlin) Testwettkämpfe zu absolvieren hatten.

Für den Einsatz im „Infield“ des Olympiastadion wurden final im „Wurfgericht 1“ Stefan Biersack, Dr. Andreas Feldschmid als sog. „Nullpunktfixierer“ und Patrick Wimmer beim „Gerätepool“ sowie im „Wurfgericht 3“ Tobias Kapfer ebenfalls als „Nullpunktfixierer“ und Anne Schregle als Verantwortliche für das „EDV-Protokoll“ nominiert; Laurenz Kieninger wurde für den Callroom ausgewählt und LG-Vorsitzender Siegfried Kapfer zeichnete sich zusammen mit den Kampfrichterkollegen Marcus Schulz aus Thüringen und Peter Nuss-baumer aus der Oberpfalz, unterstützt durch ein Volunteer-Team, für das komplette Trainingsstadion in Vaterstetten verantwortlich.

Im Callroom, der ab Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften aufwärts obligatorisch ist und zu dem nur entsprechend Akkreditierte, d.h. auch keine Trainer, Betreuer, Pressevertreter oder Fotografen Zutritt haben, stellen die Kampfrichter vor jedem Wettkampf sicher, dass die Wettkämpfer/innen die offizielle Kleidung ihres Nationalen Verbandes tragen, die Start-nummern korrekt getragen werden und mit denen in der Wettkampfliste übereinstimmen. Ferner werden hier die Schuhe, die Zahl und die Maße der Spikes überprüft und etwaige Werbung auf Kleidung und Taschen, die nicht den internationalen Regeln und Bestimmungen entsprechen abgeklebt. Darüber hinaus sorgen die Kampfrichter/-innen des Callrooms dafür, dass keine unzulässigen Gegenstände wie z.B. Handys mit in den Wettkampfbereich genom-men werden.
Für Laurenz Kieninger, dem LG-Vertreter im Callroom, ermöglichte der Einsatz in diesem Bereich Einblicke in sehr persönliche Momente der Sportler/innen unmittelbar vor Beginn des jeweiligen Wettkampfs und er hatte damit wohl die meisten Athletenkontakte.

Trotz der langen Arbeitszeiten fanden sich für ihn auch immer wieder Möglichkeiten in den Pausen die Wettkämpfe von der Tribüne aus live zu verfolgen und die gerade noch kontrol-lierten Athleten/innen anzufeuern.

Für die „Infield-Kampfrichter“ stand nach Begrüßung und erster Kampfrichterbesprechung mit dem Einsatz beim U-20-Ländervergleichskampf „Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien“ bereits der erste Einsatz auf dem Programm; wobei „Wurf 1“ für das Kugelstoßen und  „Wurf 3“ für das Diskuswerfen verantwortlich war.
Während Anne und Tobias am Sonntag ihren freien Tag hatten und das Turnen der Damen sowie die Triathlon-Staffel anschauen konnten, waren Andy, Stefan und Patrick als Aufsicht bei der Besichtigung der Wettkampfanlagen durch die Sportler/innen eingeteilt.
Mit Beginn der Leichtathletik-Wettbewerbe am Montag, den 15. August war das Passauer „Wurf-1-Trio“ bei der Qualifikation und beim Finale Kugelstoßen und Diskus Männer (mit Meisterschaftsrekord von Mykolas Alekna, Litauen), beim Hammerwurf der Frauen, dem Speer- und Kugel-Wettkampf im Zehnkampf der Männer und nicht zuletzt auch noch im 20-km-Gehen der Männer und Frauen als Laufrichter eingesetzt.
Das „Wurf-3-Duo“ war bei der Qualifikation und beim Finale Diskus der Frauen (mit Silber und Bronze für Kristin Pudenz und Claudine Vita, Deutschland), beim Kugel- und Speer-Wettkampf im Siebenkampf der Frauen, bei der Qualifikation und beim Finale im Speerwurf der Männer (Gold für Julian Weber, Deutschland) und ebenfalls als Laufrichter im Einsatz.

Tatkräftig wurden die Wurfkampfgerichte durch den ehemaligen Weltklassekugelstoßer Ralf Bartels (u.a. EM Bronze 2002 in München und EM Gold 2006 in Göteborg) unterstützt, der für den Rücktransport der Wurfgeräte verantwortlich zeichnete und mit dem die LG Kampf-richter diverse gute Unterhaltungen während der Veranstaltung hatten.

Wie alle fünf „Infield-Kampfrichter“ bestätigten war es atemberaubend die Stimmung im Stadioninnenraum zu erleben – ganz besonders am „magischen Dienstag“ als Niklas Kaul nach furioser Aufholjagd Gold im Zehnkampf und Gina Lückenkemper Gold über 100m der Frauen holte oder am letzten Tag als Julian Weber sich den Titel im Speerwurf sicherte (Kommentar Tobias Kapfer: „absolute Gänsehaut-Stimmung, ich dachte das Olympiadach fliegt weg, als ich in den Sektor zur Aufschlagstelle lief – so ein Beifallssturm auf den Rängen!“) und die 4x100m-Frauenstaffel zur Goldmedaille lief!

Für das Vaterstettener Kampfrichter-Trio begannen die Leichtathletik-Titelkämpfe bereits am Donnerstag (11. August) mit der ersten Besprechung, der Einweisung der Volunteers in die diversen Aufgaben (u.a. An- und Abfahrt der Shuttle-Busse regeln, Zugang zu den Wett-kampfanlagen, Ausgabe und Rücknahme von Geräten, Besetzung der extra aufgebauten Hammer- und Diskuswurfanlage) und dem wettkampfgerechten Herrichten der gesamten Trainingsanlagen.

Während die Volunteers im Schichtdienst eingesetzt wurden, waren die drei Verantwortlichen täglich von 08.00 bis 21.00 (bzw. die letzten Tage bis 20.00 Uhr) im Einsatz vor Ort und hatten nur sehr beschränkte Möglichkeiten, das Feeling im Münchner Olympiastadion zu genießen.

Für Siegfried Kapfer, der nach 2002 nun bei seinen zweiten Leichtathletik Europameister-schaften als Kampfrichter im Einsatz war, trotzdem ein wirklich tolles Erlebnis. Denn mit Ausnahme der deutschen Leichtathletik-Auswahl, die sich in Erding vorbereitete, nutzen alle Nationalmannschaften das Vaterstettener Sportzentrum für ihr Training und als Trainer konnte der LG-Vorsitzende so die verschiedensten Eindrücke von Aufwärm-, Koordinations- und Trainingsmöglichkeiten sammeln!

Und zumindest am bereits genannten „magischen Dienstag“ konnte auch er, zusammen mit seinen beiden Kampfrichterkollegen, das Olympiastadion besuchen und die großartigen Erfolge der deutschen Mannschaft bejubeln.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die gemeinsamen Tage in München für alle LG-Kampfrichter wirklich ein absolutes Erlebnis waren, das im Nachgang keiner missen möchte. 
Ein wahres Leichtathletikfest und wir waren mittendrin statt nur dabei!!