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Rafting auf der Saalach
- Ein Erlebnisbericht von Roman Weindl -
Die Vorbereitungen liefen schon seit einigen Wochen. Am Samstag, 13.September war es dann endlich soweit. Auf ging’s für 17 wagemutige LG’ler zum Wildwasser- Rafting auf der Saalach. Organisiert wurde der Ausflug von
Franz Weindl, der schon zweimal an vergleichbaren Touren teilgenommen hatte. Mit unseren zwei Vereinsbussen, begleitet vom Kamerateam Elisabeth und Peter Fahrnholz, die sich allerdings nicht
„einschifften“, ging es nach Unterjettenberg, in der Nähe von Bad Reichenhall. Nach zwei Stunden Fahrzeit kamen wir schließlich an und die versammelte Gruppe war gespannt, was sie wohl dort erwarten würde.
Der Veranstalter der Club Aktiv, verteilte die passende Kleidung, wie z.B. Neopren - Anzüge, Schwimmwesten und Helme. Als dann alle ihre richtige
Konfektionsgröße gefunden und auch übergezogen haben, die Ruder – Paddel in Empfang genommen haben und somit fertig zum Start waren, brachte uns ein Bus, von den Veranstaltern liebevoll als „Gelber
Luxusliner“ bezeichnet, zur Einstiegsstelle, ungefähr zehn Kilometer weiter flussaufwärts. Obwohl an dem Fahrzeug noch das Schulbus-Emblem prangte, müsste dieses „Liebhaberstück“ eigentlich schon vor
einigen Jahren aus dem Verkehr gezogen worden sein. Am Rafting - Start angekommen, wurde die versammelte Mannschaft, neben uns auch noch ein größere Anzahl von weiteren Interessenten, in fünf Schlauchboote zu je
acht Mann bzw. Frauen aufgeteilt. Jedes Boot hatte einen Guide, der dann auch die jeweilige Besatzung auf das Raften vorbereitete. Die verschiedenen Kommandos wurden erklärt. Auch etwa erforderliche Rettungsaktionen
wurden eindrucksvoll verdeutlicht. Und dass mit der Saalach nicht zu spaßen ist, bewiesen die Presseschlagzeilen allerjüngsten Datums. Die Schauspielerin Corinna Harfouch wäre bei Dreharbeiten zu einem
„Bibi Blocksberg“ – Film, eben in der Saalach beinahe ertrunken. Aber jetzt wurde es richtig Ernst. Jede Gruppe trug ihr Boot zum Ufer und dort wurden sie sogleich dem angekündigten
Schwimmtest unterzogen. Größte Sorgen bereitete den Teilnehmern die harte Tatsache: Wer diesen Test nicht besteht, darf nicht an der Tour teilnehmen. Dieser Test bestand darin, an einer Stelle ins Wasser zu steigen,
sich etwa zehn Meter abtreiben zu lassen um dann gegen die Strömung ans Ufer zu schwimmen. Jedoch meisterten alle den Test mehr oder weniger perfekt, wenn auch zitternd, da das Wasser einem Gebirgsfluss entsprechend
kalt war. Dann endlich sprangen wir in unsere Schlauchboote und legten ab. Nach mehreren Anlegeversuchen, die auch fast alle klappten, konnte der Spaß so richtig beginnen. Zunächst wurde der schwierigste Teil der
Tour durchfahren, das so genannte Auerloch. An den vorherigen Tagen hatte es viel geregnet und der Wasserstand war ziemlich hoch, daher ging die Fahrt auch schneller als sonst. Nun wurden tiefe Wasserlöcher und
Walzen angefahren, bei denen schon mal das ein oder andere Besatzungsmitglied über Bord ging. Nach diesem Teil des Ausflugs konnte es den Teilnehmern gar nicht mehr wild genug hergehen und man freute sich auf jede
einzelne Strömung im Fluss. Da konnten auch die immer wieder einsetzenden Regenschauer die Stimmung nicht trüben, da man ohnehin patschnass war. Daherstammt auch der Slogan: Beim Raften gibt es kein schlechtes
Wetter! Die Guides gaben den Mannschaften klare Ruderbefehle, so dass die Boote mehr oder weniger gut durch das Gewässer manövriert werden konnten. Als sich die Tour schon dem Ende zuneigte, konnte man auch noch
auf dem Boot „Rodeo“ reiten, d.h. einer steigt auf den Bug und die anderen rudern im Kreis, solange bis sich der „Reiter“ nicht mehr halten kann. Dabei fiel jeder nach meist nicht allzu langer Zeit ins
Wasser und wurde dann wieder von der Mannschaft ins Schlauchboot zurückgeholt. Schließlich haben wir die Rettung „Mann oder Frau über Bord“ zumindest theoretisch eingehend geübt und konnten es hier praktisch
unter Beweis stellen. Letztendlich kletterten alle, etwas enttäuscht über das viel zu frühe Ende der Tour, am Ziel- und Ausstiegspunkt, nach doch immerhin zwei Stunden aus den Booten. Zurück am Ausgangspunkt
zogen wir uns, die meisten stark fröstelnd, um. Während der Heimfahrt kehrten wir in noch in einem Wirtshaus ein, stärkten und unterhielten uns über die Ereignisse des vergangenen Tages.
Zuhause angekommen
war man sich darüber einig: Die Rafting –Tour war einfach toll!!
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