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Schon der Abflug von München ging nicht ganz programmgemäß vonstatten. Sigi hatte nämlich vergessen, sein Schweizer – Messer in den Koffer zu packen, was
natürlich den Flughafen Kontrolleuren prompt nicht verborgen blieb. Sodann musste auf das gefährliche Instrument in Zukunft verzichtet werden oder gegen ein Entgelt von € 10,00 den Heimweg per Post antreten. Die
Entscheidung fiel dann auf Letzteres. Auch der Anflug auf Bilbao hatte es in sich. Dort hatten wir, ohne dass eine Ausweichmöglichkeit bestand, eine Gewitterfront zu passieren, deren „Luftlöcher“ so gewaltig waren, dass
drei Reihen hinter uns der servierte Tomatensaft den Flugzeug-Plafond zierte. Wir hatten Glück. Die Stewardess hatte uns beim Getränkeservice übersehen. Am und im Hotel gab es nichts auszusetzen und wir konnten von dort
auch die Halle bequem zu Fuß erreichen. Das Pech für Sigi riss aber nicht ab. Wegen Berührung der Bahnmarkierung wurde er in seinem 200m – Lauf disqualifiziert. In aussichtsreicher Position, zumindest die Bronze-Medaille
in der 4 x 200m – Staffel wäre nicht mehr zu nehmen gewesen, wurde dem dritten deutschen Läufer der Staffelstab unbeabsichtigt mit solcher Wucht aus der Hand geschlagen, dass die Fingerkuppe des kleinen Fingers
weghing. Eine sichere Medaille futsch. Und dann noch der Bericht in der örtlichen Presse. Dort wurde noch seine Alterklasse 45 durch einen Drehfehler um zehn Jahre älter gemacht. Jetzt reicht’s aber wirklich, kann man nur
sagen. Die Zeit außerhalb der Halle, leider nicht zu großzügig bemessen, konnten wir bei frühlingshaften Temperaturen genießen. Auch die „Biskaya-Tiefs“ hatten sich extra für uns verzogen. Sonne pur war
angesagt. Beim Rückflug, der am 10.3. bereits um 04.00 Uhr mit der Busfahrt von San Sebastian zum Flughafen Bilbao begann, erwischte es dann noch Elisabeth Fahrnholz mit einer Nagelschere in der Handtasche. Scheren
scheinen anscheinend die Spezialität der Spanier zu sein, denn die ebenfalls mitgeführte Nagelfeile durfte sie behalten. Aber dieser Fall wurde dann im Flugzeug erst so richtig vervollständigt. Man merkte zwar schon beim ersten
Augenschein, dass auch die Fluggesellschaft IBERIA voll vom Sparzwang erfasst wurde. Aber neben einem Plastikmesser erhielten wir, als Ersatz für unsere Schere, zumindest eine metallene Gabel serviert! Gut, dass wir ja
auf keine Flugzeugentführung aus waren, denn dort wo wir hinwollten, nämlich nach München, dies garantierte uns der Flugplan sowieso.
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