Vortrag über Kenia
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Vortrag über Kenia

(fa) Vom 1. September 2008 bis 28. Februar 2009 verbrachte Teresa Fellinger als Praktikantin in einem Waisenhaus in Mombasa / Kenia. Über ihren Aufenthalt und die damit verbundenen  Erfahrungen berichtete sie in einem zweistündigen, lockeren aber teilweise auch beklemmenden Vortrag am 16. Mai 2009 im Turnratszimmer des TV Passau 1862 e.V. in der Innstadt.

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Siegfried Kapfer, stellv. Vorsitzender der LG Passau begrüßte die Anwesenden, wobei er es sich nicht nehmen ließ, dies zum Teil in Landestracht vorzunehmen.

Der vorausgegangenen Einladung war doch eine große Anzahl von Interessierten gefolgt,

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darunter auch vielen Zuhörern, die das Projekt mit großzügigen Spenden unterstützt haben.
An den Anfang ihrer Ausführungen stellte Teresa einen allgemeinen Überblick über Kenia.

kenia09_3Sie verschaffte den Anwesenden zuerst einen statistischen Einblick in die Größe des Landes, deren Staatsform und Einwohnerzahl ect.
Mit entsprechenden Bilder untermauerte sie den trostlosen Zustand des Waisenhauses bei ihrer Ankunft, der so manchem Anwesenden einen Schauer über den Rücken laufen lies, als er die dortigen „schulischen“ Einrichtungen, die Aufenthalts- und Schlafräume, sowie die sanitären Anlagen vermittelt bekam.

Aber auch ihre eigene, privat Unterkunft, die sich nicht im Waisenhaus befand, konnte bildlich in Augenschein genommen werden. Einschließlich der dortigen tierischen Untermieter, wovon die Geckos an der Wand noch die harmlosesten  waren.
Ein großer Zeitanteil des Vortrages wurde dem Aufbau und der Renovierung des Waisenhauses gewidmet. Von innen nach außen wurde eigentlich alles in Angriff genommen, insbesondere Tische, Betten, Wände, Türen und den sanitären Bereich.

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Auch mit den Wegstrecken zu den einzelnen Handwerkern wurden wir vertraut gemacht. Denn man kauft das Holz ein, bringt es dann zum Schreiner, der dann in einer nicht genau festzulegenden Zeit ein Möbelstück zimmert. Das Fertigprodukt wird dann wieder abgeholt und ins Waisenhaus gekarrt.
Aber wir konnten uns vom Fortschritt des Projekts,

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bei dem auch die Kinder aktiv in die Renovierungsarbeiten eingebunden waren, überzeugen. Dazu kam noch eine detaillierte Kostenaufstellung in Kenia-Cent und Kenia-Shilling, die eine lückenlose Verwendung der Spendengelder aufzählte. Ein beruhigendes Gefühl für alle Spender.

Die Einkaufstouren führten an riesigen Müllhalden vorbei. Sie versicherte, dass die Bewohner zwar nicht besonders erbaut sind von dieser Umwelt. Aber in Angriff, dass zumindest nicht alles breit verstreut wird und zumindest alles auf einen Haufen zusammentragen wird, dazu kann sich auch niemand aufraffen. So bleibt alles wie es eben ist.

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Die Spenden trugen auch in Hinsicht Ernährung zu einer Verbesserung bei.
Ihre sportlichen Ambitionen blieben auch den Fußballern nicht verborgen. So war es nicht verwunderlich, dass sie zum Fußballtrainer des Clubs „Manchester-Likoni“ avisierte und die gestandene Männermannschaft nach ihrer Pfeife tanzte, was durch entsprechende Bilder beim Fitnesstraining eindeutig bewiesen wurde. Ja, Passau ist eben nicht weit von Bayern München entfernt und den kennen alle.

Aber auch die Passauer Fußballszene ist bestens vertreten. Die Spieler treten in Dressen des SV Schalding und SC Batavia an. Was Teresa buchstäblich auf die Palme brachte, war die Begebenheit, dass dieses Geschenk von gebrauchten Trikots bei der Einfuhr verzollt werden musste. Hoffentlich floss der nicht unerhebliche Betrag zumindest dem Staat Kenia und seinem Volk zu, denn gegen die dort weit verbreitet Korruption ist auch noch keine Kraut gewachsen.
Neben den Ausflügen mit den Waisenkindern in der näheren Umgebung war es eine Pflicht, auch einen touristischen Teil zu absolvieren. So standen Tsavo-Nationalpark, eine Eisenbahnreise quer durchs Land und der Besuch der Hauptstadt Nairobi auf dem Programm. Auch das Nachbarland Tansania wurde besucht und die Herausforderung Kilimandscharo mit seinen 5896m.

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Die Höhenkrankheit, die sich bemerkbar machte, erlaubte aber nur einen Aufstieg bis zum William Point in 5000m Höhe.
Und dann ging es wieder zurück nach Mombasa, wo es langsam Zeit wurde, die Koffer zu packen und

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Abschied zu nehmen.
Der Vortrag schilderte eindrucksvoll den Zustand eines kleinen Landausschnittes unserer Erde, den man als normaler Tourist logischerweise nicht vermittelt erhält.
Mombasa – Küstenstrand ja, aber dahinter?

Aktualisiert am Dienstag, Januar 03, 2012